• Sabine Schulz

Dot-Painting - Teil 2

Heute nun die bereits angekündigten Infos zur Kunst der Aborigines und des Dot-Painting:

Das Dot-Painting, die Punktmalerei, ist ursprünglich eine Maltechnik, Ausdrucksform der australischen Ureinwohner. Sie ist ein Teil der indigenen Kunst der Aborigines.

Bei meiner Recherche über mehr Hintergrundinformationen zu dieser einzigartigen Kunst wurde mir schnell bewusst, dass man in wenigen Worten oder selbst einem Bericht über eine DIN-A4-Seite dieser traditionellen Kunst nur ansatzweise die Anerkennung zeigen kann, die sie verdient.

Die Kunst der Aborigines ist eine der ältesten Kunsttraditionen der Welt. Sie ist für mich ein Ausdruck des Lebens dieser Menschen, ihrer Traditionen, ihrer Schöpfungsgeschichte. Alles was war und ist, wird hier in Farben, individuellen Zeichen/Symbolen und mit jeweils ganz eigenen Botschaften/Geschichten festgehalten. Zunächst in Form von Höhlenmalereien, auf Holz/Rinde, Bildhauerei, Sand- und Körpermalerei, Verzieren von Waffen und Werkzeugen, später dann auch auf Leinwand.

In der Kunst und dem Leben der Aborigines findet man immer wieder den Begriff der „Dreamings“, „Dreamtime“, der „Traumzeit“, der „Traumpfade“ oder auch „Songlines“, die man als visuelle Darstellung der Schöpfungsgeschichte bezeichnen könnte. Kunst ist ein Weg für die Aborigines, mit der Dreamtime zu kommunizieren.

Die Malerei der traditionellen Kultur nutzte nur wenige Farben, weil nur eingesetzt werden konnte, was lokal vorhanden war, so. z.B. Naturpigmente und Erdfarben.

Nachfolgende Worte zur Beschreibung dieser Kunst habe ich in einem wunderbaren Buch gefunden.

Meine Empfehlung: Diese Worte lesen, die Augen schließen und sich in die Welt der Aborigines und ihrer Kunst träumen.

„Die Kunst der Aborigines ist farbenfroh, erdverbunden und gleichzeitig spirituell – inspiriert von der Landschaft, den heiligen Stätten, den jahrtausendealten Mythen.“

(aus: Die Farben der Traumzeit – Die Kunst der Aborigines von B. Glowczeski, Jessica De Largy Healy)

Das heute auf der ganzen Welt bekannte Dot-Painting wurde erst ab ca. 1980 erstmals auf Leinwand gemalt. Es wird vermutet, dass durch das Malen mit Punkten eine visuelle Sprache gefunden werden sollte, mit der sich die geheimen Zeichen und Symbole verschleiern ließen und die Aborigines somit eine Möglichkeit entdeckten, geheime Erzählungen aus der Traumzeit für die Öffentlichkeit – in Form von Kunst – zugänglich zu machen.

Die Farben und Motive von Holz und Stein mit dem Namen "TraumZeit" wurden von mir intuitiv gewählt. Beide Objekte sind unverkäuflich.

Dot-Art e-motion

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