• Sabine Schulz

Kleine Geschichte der Taschenkunst

Bei meinen Recherchen im Internet habe ich nachfolgende Informationen zur Taschenkunst gefunden.

1996 initiierte der Zürcher Schriftsteller und Multimedia-Künstler M. Vänçi Stirnemann das Kunstprojekt Artist Trading Cards (ATC), welches seither international eine beachtliche Resonanz fand.

Anders als die kommerziellen Tausch und Sammelkarten werden diese ATCs nicht von einem Hersteller gedruckt, sondern von den Tauschenden selbst hergestellt. Jeder kann Karten individuell gestalten und anschließend tauschen. So entstehen Unikate oder kleine Editionen, die allerdings nur getauscht und nicht gehandelt werden dürfen. Die Größe einer ATC - Tauschkarte ist die einer amerikanischen Baseballkarte (2 ½ x 3 ½ inches).

Vermutlich durch diese Kunstart inspiriert, entwickelte Adelheid Kilian, eine seit vielen Jahren freischaffende Künstlerin aus Deutschland, 2003 eine neue Variante der kleinen Kunstkarte: Kunstbegeisterte Menschen jeden Alters, die über kein großes Budget verfügen, sollten sich trotzdem echte Kunst leisten können. Sie ermunterte Künstler und Künstlerinnen ihre eigene Kreativität in die Taschenkunst einfließen zu lassen. Sie entschied sich für die kleinere Kreditkartengröße (54 x 86 mm) und für die Aufgabe des ausschließlichen Tauschverkehrs. Stattdessen legte sie einen Einheitspreis von 10 Euro pro Karte fest. Auf diese Art können Kunstinteressierte diese kleinen Kunstkarten erwerben ohne selbst lieb gewonnene Kunstkarten tauschen zu müssen.

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